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Kategorie: Spanien

Lacasa Pistachos – Die spanischen M&Ms mit Pistazie, die man in Deutschland kennen sollte

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Was sind Lacasa Pistachos?

Wer schon einmal in Spanien war, hat sie vielleicht in den Regalen von Mercadona, Carrefour oder El Corte Inglés gesehen: Lacasa Pistachos – geröstete Pistazien, umhüllt von zarter Vollmilchschokolade. In Spanien sind sie ein absoluter Klassiker, der zu Weihnachten genauso dazugehört wie bei uns Spekulatius. Der Vergleich mit M&Ms hinkt zwar ein bisschen – es gibt sie nicht in allen Farben des Regenbogens, und sie sind deutlich edler – aber das Prinzip ist ähnlich: Knuspriger Kern, Schokoladenmantel, suchtfaktorhafte Handlichkeit.

Der Hersteller Chocolates Lacasa ist ein spanisches Traditionsunternehmen aus Saragossa, das bereits 1852 gegründet wurde. Die Pistachos gehören zur Serie „Mi Momento" und sind das Flaggschiff-Produkt der Marke.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

26 % geröstete Pistazien – der Kernanteil ist beachtlich
70 % Vollmilchschokolade (mind. 32 % Kakao)
• Ohne künstliche Farbstoffe und Konservierungsstoffe
• Glutenfrei
• Ohne Palmöl
• Quelle für Phosphor und Kalium

Die Schokolade besteht aus Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaopaste, Laktose, Sonnenblumenlecithin als Emulgator und Aromen. Der Überzug enthält zusätzlich Glukosesirup sowie die Überzugsmittel E-904 (Schellack) und E-414 (Gummi arabicum) – typisch für dragierte Produkte.

Verfügbare Größen und Sorten

25 g – „Mi Momento"-Snackpackung, ideal für unterwegs
100 g – Die klassische Tafel/Becher-Variante
125 g – Geschenkbox, oft in Spanien zu Weihnachten
700 g – Großpackung für echte Fans
1 kg – Vorratsbeutel, vor allem online und in Großmärkten

Neben der Pistazien-Vollmilch-Variante gibt es auch Mandeln mit Zartbitterschokolade, Cranberry mit Zartbitter, Orange mit Zartbitter und Mango mit Dunkelschokolade – ebenfalls aus der Mi Momento-Reihe.

Wo kann man Lacasa Pistachos in Deutschland kaufen?

In deutschen Supermärkten sucht man Lacasa Pistachos leider vergeblich. Weder Rewe, Edeka noch Kaufland führen sie im Standardsortiment. Doch es gibt mehrere Wege, trotzdem an die begehrten Pistazienschoko-Dragées zu kommen:

Your Spanish Shop (yourspanishshop.es) – spanischer Online-Shop, der nach Deutschland liefert. Die 125-g-Box gibt es hier für ca. 5–6 € plus Versand.
Iberian Wines and Food (iberianwinesandfood.com) – spezialisiert auf spanische Lebensmittel, liefert auch nach Deutschland. Die 25-g-Snackpackungen sind hier einzeln bestellbar.
Bonbonrama (bonbonrama.com) – bietet die 1-kg-Großpackung an, ideal für Vorratsschrauben. Versand nach Deutschland möglich.
Azala Gourmet (azalagourmet.com) – hat die 700-g-Packung im Sortiment, liefert nach Deutschland, kein Mindestbestellwert.
Amazon – Lacasa Pistachos tauchen gelegentlich auf Amazon.de auf, meist über Drittanbieter. Preise variieren stark (8–15 € für 100 g), und die Verfügbarkeit ist unregelmäßig. Ein Blick auf Amazon.es mit Deutschland-Versand kann sich ebenfalls lohnen.
Spanische Spezialitätenläden – In größeren Städten wie Berlin, München oder Köln gibt es spanische Delikatessengeschäfte, die Lacasa-Produkte gelegentlich im Sortiment haben. Ein Anruf lohnt sich.

Preise im Überblick

• 25 g Snackpackung: ca. 0,80–1,20 €
• 100 g Tafel: ca. 3,50–5,00 €
• 125 g Geschenkbox: ca. 5,00–6,50 €
• 700 g Großpackung: ca. 15–20 €
• 1 kg Beutel: ca. 25–35 €

In Spanien selbst kosten 100 g im Supermarkt rund 3,50 € – die Aufpreise in Deutschland kommen vor allem durch Import und Versandkosten zustande.

Eigene Erfahrung

Die Kombination aus leicht gesalzener, gerösteter Pistazie und cremiger Vollmilchschokolade ist tatsächlich suchterregend. Der Biss ist knackig, die Schokolade schmilzt sanft, und der leicht salzige Pistaziengeschmack balanciert die Süße perfekt aus. Wer M&Ms mit Erdnüssen mag, wird Lacasa Pistachos lieben – sie sind schlicht die erwachsenere, edlere Variante. Einziger Nachteil: 100 g sind schneller leer, als einem lieb ist.

Tipps für den Kauf

Spanien-Urlaub – Wer in Spanien ist, sollte direkt im Supermercado zuschlagen. Bei Mercadona oder Carrefour kosten 100 g rund 3,50 €.
Mengenrabatt – Die 700-g- oder 1-kg-Packungen rechnen sich, wenn man sie ohnehin in Bulk bestellt und die Versandkosten auf eine größere Menge umlegt.
Weihnachtszeit – In Spanien sind die 125-g-Geschenkboxen zur Weihnachtszeit überall verfügbar. Wer im November/Dezember bestellt, hat die größte Auswahl.
Zoll – Bei Bestellungen aus Spanien innerhalb der EU fallen keine Zollgebühren an. Die Warenfreiheit gilt für Lebensmittel innerhalb der EU uneingeschränkt.

Fazit

Lacasa Pistachos sind ein spanischer Klassiker, der in Deutschland leider noch ein Geheimtipp ist. Die Kombination aus gerösteter Pistazie und Vollmilchschokolade ist schlicht großartig, und wer einmal angefangen hat, bekommt die Packung kaum noch zu. Online-Bestellungen aus Spanien sind unkompliziert und innerhalb der EU zollfrei. Wer die Möglichkeit hat, sollte zugreifen – oder beim nächsten Spanien-Urlaub den Koffer entsprechend dimensionieren.

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Vichy Catalan – Das Wunderwasser aus Katalonien

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Was ist Vichy Catalan?

Vichy Catalan ist ein natürlich kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus der 60 °C heißen Quelle von Caldes de Malavella in Katalonien, nahe Barcelona. Mit einem Mineralgehalt von 2.900 mg/l gehört es zu den mineralreichsten Wässern Europas und wird seit 1881 abgefüllt. Der Name leitet sich von der französischen Kurstadt Vichy ab – ein Bezug, der Programm ist, denn wie sein französischer Namensvetter zählt auch Vichy Catalan zu den sogenannten Heil- oder Mineralwässern mit nachgewiesener medizinischer Wirkung.

Die Quelle

Caldes de Malavella – ein kleiner Ort in der Comarca La Selva, Provinz Girona
• Die Thermalquelle sprudelt mit 60 °C an die Oberfläche
• Wasser und Kohlensäure werden getrennt entnommen und beim Abfüllen wieder im richtigen Verhältnis vereint
• Der Ort war schon in römischer Zeit als Thermalbad bekannt – „caldes" leitet sich vom lateinischen calidae (heiße Quellen) ab

Die Geschichte

1881 – Dr. Modest Furest Roca entdeckt die mineral-medicinalen Eigenschaften des Quellwassers
1890 – Errichtung der ersten Abfüllanlage; die Marke Vichy Catalan wird geboren
• Das angeschlossene Spa Vichy Catalan diente ursprünglich als Krankenhaus für Thermalbehandlungen
2017 – Die 1,2-Liter-Flasche mit dem „Trencadís"-Design (inspiriert von Antoni Gaudí) wird zur besten Flasche der Welt gekürt
• Heute: über 145 Jahre Tradition und in der Gastronomie weltweit etabliert

Inhaltsstoffe – Was drinsteckt

Hydrogencarbonat (HCO₃⁻): 2.081 mg/l – säureneutralisierend, hilft bei Sodbrennen
Natrium (Na⁺): 1.097 mg/l – sehr hoch, verantwortlich für den salzigen Geschmack
Kalium (K⁺): 50,7 mg/l – wichtig für Nerven- und Muskelfunktion
Calcium (Ca²⁺): 38,7 mg/l – Knochen und Zähne
Magnesium (Mg²⁺): 6,2 mg/l – Muskel- und Nervenfunktion
Sulfat (SO₄²⁻): 49,6 mg/l
TDS (Gesamtmineralgehalt): 2.900 mg/l
pH-Wert: 6,8 (nahezu neutral)

Gesundheitliche Wirkungen

Sodbrennen lindern: Der hohe Hydrogencarbonat-Gehalt neutralisiert Magensäure – das ist die eigentliche „Wunder"-Eigenschaft, die dem Wasser seinen Ruf eingebracht hat
Verdauung fördern: Die Mineralzusammensetzung wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt
Elektrolythaushalt: Besonders nach sportlicher Betätigung oder an heißen Tagen hilft der hohe Mineralgehalt beim Ausgleich verlorener Elektrolyte
Blutdruck: Der sehr hohe Natriumgehalt ist für Menschen mit Bluthochdruck beachtenwert – hier ist Vichy Catalan kein Dauertrinkwasser, sondern ein Genuss- und Heilwasser in Maßen

Geschmack – Nicht für jeden

Vichy Catalan polarisiert. Wer es gewohnt ist, liebt es; wer es zum ersten Mal probiert, ist oft irritiert:

Markant salzig – der extrem hohe Natriumgehalt schmeckt man deutlich
Leicht medizinisch – die Mineralität erinnert an Heilwasser
Feinperlige Kohlensäure – angenehm, nicht aggressiv
Erdig, mineralisch – ein Geschmack, der an Thermalquellen erinnert

In Spanien wird es traditionell zum Steak gereicht – Water Sommeliers empfehlen die Kombination von kräftigem Fleisch und kräftigem Wasser als Offenbarung. Wer Bordeaux zum Steak gewohnt ist, sollte Vichy Catalan einmal probieren.

Preis und Verfügbarkeit

Glasflasche 1 Liter: ca. 3–5 € im Fachhandel
Glasflasche 0,5 Liter: ca. 2–3 €
PET 0,5 L (24er-Pack): ca. 12–15 €
• In Deutschland über Fachhändler für spanische Lebensmittel, Online-Shops (fine-liquids.com, aquissima.ch) und ausgewählte Delikatessengeschäfte erhältlich
• In der Gastronomie zunehmend auf den Karten zu finden

Vichy Catalan vs. Vichy Célestins – Wo liegt der Unterschied?

Beide Wässer teilen den Namen und die Tradition, stammen aber aus unterschiedlichen Ländern:

Vichy Célestins – Frankreich, Allier-Quelle, ebenfalls sehr mineralreich
Vichy Catalan – Spanien, Caldes de Malavella, noch mineralreicher
• Der gemeinsame Name verweist auf die Vichy-Tradition alkalischer Heilwässer, die im 19. Jahrhundert als Kurgetränke populär wurden

Fazit

Vichy Catalan ist kein Alltagswasser – und will es auch nicht sein. Es ist ein Mineralwasser mit Charakter, das man entweder liebt oder erst einmal kennenlernen muss. Wer Sodbrennen hat, sollte es probieren. Wer kräftiges Essen genießt, sollte es dazu trinken. Und wer neugierig auf eines der mineralreichsten Wässer Europas ist, wird an Vichy Catalan nicht vorbeikommen. Ein Wunderwasser? Vielleicht nicht im wörtlichen Sinne – aber ein Wasser, das verdient, Wunderwasser genannt zu werden.

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Warum das Internet am spanischen Strand besser ist als in ganz Deutschland

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Spanien hat eines der besten Glasfasernetze der Welt – und Deutschland hinkt hinterher. Wer schon einmal am Strand in Benidorm, Málaga oder Barcelona saß und mit dem Handy problemlos einen Videoanruf geführt hat, weiß: Das funktioniert in Deutschland oft nicht einmal im eigenen Wohnzimmer. Wie kann es sein, dass ein Land, das am Mittelmeer Strand-WLAN anbietet, bei der Internetqualität so weit vorn liegt – während die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt beim Glasfaseranschluss Platz 30+ belegt?

Spanien: 90 % Glasfaser-Penetration – Neun von zehn Haushalten haben einen echten FTTH-Anschluss (Fiber To The Home). Damit liegt Spanien in Europa auf Platz 2, weltweit in den Top 5. (Quelle: FTTH Council Europe, September 2025)
Deutschland: 13,8 % Glasfaser-Penetration – Gerade einmal jeder siebte Haushalt nutzt tatsächlich Glasfaser. Der EU-Durchschnitt liegt bei 43 % – mehr als dreimal so hoch. (Quelle: FTTH Council Europe)
Take-up-Rate Deutschland: nur 27 % – Selbst wo Glasfaser verfügbar ist, schaltet sich nur jeder vierte Haushalt an. Bei der Telekom sind es sogar nur 15 %. Deutschland baut zwar rekordstark aus (4,9 Mio. neue Anschlüsse 2025), aber kaum jemand nutzt sie.

Warum Spanien so weit vorn liegt

Kein Kupfer-Legacy-Problem: Spanien hat in den 2000er Jahren nie flächendeckend auf DSL gesetzt. Als die Glasfaser kam, gab es keinen etablierten Kupfer-Markt, der sich wehrte. Der Aufbau erfolgte quasi auf der grünen Wiese.
Wettbewerb drückt Preise: Movistar, Orange, Vodafone und Digi liefen sich in Spanien ein Preiskampf-Liefergefecht – mit Glasfaser als Hauptwaffe. Eine 600-Mbit/s-Leitung kostet oft unter 30 €/Monat.
Regulierung mit Zielvorgabe: Die spanische Telecom-Regulierungsbehörde CNMC forcierte früh den Zugang zum letzten Meil – konkurrierende Anbieter dürfen das Movistar-Netz nutzen. Das schafft echten Wettbewerb bis in den Hausanschluss.

Und der Strand?

Hier wird es für deutsche Urlauber besonders augenfällig:

Kostenloses WLAN an Hunderten von Stränden: Von der Barceloneta über Málaga bis Cádiz – spanische Gemeinden haben WLAN als öffentlichen Dienst verstanden. Andalusien betreibt das größte kostenlose WLAN-Netz Europas, Valencia schloss sich dem EU-Programm WiFi4EU an (über 450 Hotspots).
5G-Coverage an der Küste: Spaniens Küstenregionen gehören zu den am besten mit 5G versorgten Gebieten Europas. Mobilfunkmasten entlang der gesamten Costa del Sol, Costa Blanca und Costa Brava sorgen für flächendeckende Abdeckung – am Strand oft mit 200+ Mbit/s.
Dafür zahlt man in Deutschland am Ostseestrand für 2 Mbit/s EDGE: Wer auf Rügen oder an der Ostsee sein Handy zückt, oft froh sein, wenn überhaupt eine Datenverbindung aufgebaut wird. 4G ist lückenhaft, 5G am deutschen Strand? Fehlanzeige.

Was Deutschland anders macht – und warum es nicht funktioniert

DSL-first-Mentalität: Jahrzehntelang galt in Deutschland: „DSL reicht doch." Die Telekom verdiente gut an ihrem Kupfernetz – es gab keinen Anreiz, schnell auf Glasfaser umzustellen. Das dichte Kupfer-Netz, das einst ein Vorteil war, ist heute ein strukturelles Hindernis.
Vertrags-Trägheit: Viele Deutsche bleiben bei ihrem alten Anbieter, obwohl Glasfaser verfügbar wäre. „Funktioniert ja noch" ist der Feind jedes Infrastruktur-Wechsels.
Ländlicher Raum besonders schlecht: Nur 43 % Glasfaser-Abdeckung in ländlichen Gebieten (EU-Schnitt: 65 %). Wer in Brandenburg oder Sachsen-Anhalt auf dem Dorf wohnt, oft auf 16 Mbit/s-DSL angewiesen ist.

Praktische Tipps für den Urlaub

EU-Roaming nutzen: Seit 2017 gelten keine Zusatzgebühren mehr. Der deutsche Tarif funktioniert in Spanien – und dank der dort überlegenen Infrastruktur oft besser als zu Hause.
eSIM für unbegrenztes Daten: Anbieter wie Holafly bieten eSIMs mit unbegrenztem Datenvolumen für Spanien an – ideal für Arbeit vom Strand aus.
Strand-WLAN: Viele Gemeinden bieten kostenloses WLAN mit 10–50 Mbit/s – mehr als genug für Streaming und Videoanrufe.

Fazit: Die Ironie ist nicht zu übersehen: Ausgerechnet das Land, das man mit Siesta und Mañana assoziiert, hat eine der modernsten und schnellsten Internet-Infrastrukturen der Welt. Während deutsche Urlauber am Playa de Palma über 5G verfügen, warten zu Hause Millionen auf einen Glasfaseranschluss. Spanien zeigt: Wenn Infrastruktur-Politik nicht von gestrigen Interessen blockiert wird, kann auch ein Mittelmeerland den digitalen Vorsprung ausbauen – bis ans Ufer, und manchmal direkt in den Sand.

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